Aufgabe
Die Semesteraufgabe des Faches Gebäudeklimatik & Energie II bestand darin, ein altes, zum Verkauf stehendes Gebäude auszuwählen und dessen energetische Daten aufzunehmen. Anschließend sollte das Gebäude mit der Software „Hottgenroth Energieberater“ bilanziert werden, um den IST-Zustand zu erfassen. Dabei wurden U-Werte und Bauteilaufbauten eingegeben.
Das Gebäude sollte in der Software schrittweise energetisch saniert werden, wobei Maßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik simuliert und geprüft wurden.
Ziel war es, die Anforderungen des Programms „jung kauft alt“ zu erfüllen. Die Ergebnisse wurden in einem individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) dokumentiert.
Das Gebäude sollte in der Software schrittweise energetisch saniert werden, wobei Maßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik simuliert und geprüft wurden.
Ziel war es, die Anforderungen des Programms „jung kauft alt“ zu erfüllen. Die Ergebnisse wurden in einem individuellen Sanierungsfahrplan (ISFP) dokumentiert.
Umsetzung
Nach anfänglichen Schwierigkeiten ohne zuvor versprochene Grundrisse und andere Pläne, versuchte ich mir das Gebäude aus den vorhandenen Fotos zu konstruieren. Nach Erstellung des IST-Zustandes erstellte ich fünf Sanierungsvarianten zur energetischen Optimierung eines Bestandsgebäudes. Der Austausch der Fenster (Variante 1) zeigte kaum Wirkung und bringt nur eine minimale Reduktion des Energiebedarfs. Eine umfassende Dämmung von Dach, Außenwänden und Boden (Variante 2) reduzierte den Primärenergiebedarf bereits um 34 % und verbesserte die Transmissionswerte deutlich. Der Einsatz einer großen Luft-Wasser-Wärmepumpe (Variante 3) steigerte die Einsparung auf 36 %, ist jedoch sowohl kostenintensiv als auch technisch überdimensioniert. Eine Photovoltaikanlage (Variante 4) lieferte trotz hoher Investitionskosten von rund 45.000 € nur begrenzte Einsparung (26 %) und ist wirtschaftlich wenig attraktiv. Die effektivste und zukunftsfähigste Lösung bietet Variante 5: die Kombination aus Dämmung, leistungsgeregelter Wärmepumpe und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Damit wurde der KfW-Effizienzhaus-70-Standard erreicht, der Energiebedarf um 89 % gesenkt und ein A+-Niveau erzielt. Mit einem Gesamtinvest von rund 122.000 € ergab sich das beste Verhältnis aus Kosten, Effizienz und Nachhaltigkeit.
Die Aufgabe vermittelte mir einen fundierten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen und deren energetische Wirkung.
Ich lernte, technische Maßnahmen wie Dämmung, Wärmepumpen oder PV-Anlagen hinsichtlich ihrer Kosten, Einsparpotenziale und Effizienzklassen zu bewerten. Besonders hilfreich war der Vergleich der unterschiedlichen Varianten – von kleinen Maßnahmen bis zur umfassenden Effizienzhauslösung.
Ich lernte, technische Maßnahmen wie Dämmung, Wärmepumpen oder PV-Anlagen hinsichtlich ihrer Kosten, Einsparpotenziale und Effizienzklassen zu bewerten. Besonders hilfreich war der Vergleich der unterschiedlichen Varianten – von kleinen Maßnahmen bis zur umfassenden Effizienzhauslösung.
Auf Grundlage dieses Projekts nahm ich im 5. Semester zusätzlich am Wahlpflichmodul “Qualifizierung Energieberater” teil. Ziel des WPMs war die eigenständige Bearbeitung eines iSFP als Qualifizierungsleistung für die spätere Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste (EEE-Liste). Dies ermöglicht mir mit Abschluss meines Bachelors die Möglichkeit, auch als Energieberaterin tätig zu sein.