Aufgabe
Im Rahmen meiner Bachelorarbeit beschäftigte ich mich mit der nachhaltigen Transformation des bestehenden Konferenzgebäudes (Haus E) des Technologiezentrums Vorpommern-Greifswald zu einem Digitalen Innovationszentrum. Ausgangspunkt der Aufgabe war die Frage, wie ein Bestandsgebäude ressourcenschonend weiterentwickelt werden kann, um den Anforderungen moderner Arbeitswelten gerecht zu werden und gleichzeitig die Identität des gesamten Campus zu stärken.
Ziel des Entwurfs war die Entwicklung eines zukunftsfähigen Innovationszentrums als neuer Mittelpunkt des Campus. Dabei standen die Prinzipien des Bauens im Bestand, der nachhaltige Umgang mit vorhandenen Ressourcen sowie die Umsetzung von New-Work-Konzepten im Vordergrund. Durch flexible Raumstrukturen, multifunktionale Nutzungsbereiche und kommunikative Begegnungszonen entstand ein Gebäude, das Zusammenarbeit, Wissensaustausch und Innovation fördert. Ergänzend wurden energetische und gestalterische Maßnahmen entwickelt, um den Bestand funktional und architektonisch aufzuwerten und ihm eine neue Identität zu verleihen.

Umsetzung
Zu Beginn der Arbeit wurde eine umfassende städtebauliche Analyse des Umfelds durchgeführt. Neben der historischen Entwicklung wurden die Bebauungsstruktur, Nutzungen, Gebäudehöhen sowie die Erreichbarkeit des Standorts untersucht, um den Campus in seinem räumlichen und funktionalen Kontext zu verstehen. Anschließend folgte eine detaillierte Analyse des Technologiezentrums Vorpommern-Greifswald und seiner Bestandsgebäude. Gebäudeanalysen, eine Material- und Farbanalyse sowie eine SWOT-Auswertung machten die Potenziale und Defizite des Campus sichtbar und bildeten die Grundlage für die weitere Entwurfsentwicklung.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wurden drei unterschiedliche Entwurfsvarianten entwickelt und hinsichtlich Nachhaltigkeit, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Eingriffstiefe bewertet. Die Entscheidung fiel auf die Transformation des bestehenden Konferenzgebäudes (Haus E), da diese Variante den ressourcenschonendsten Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz ermöglichte und gleichzeitig das größte Entwicklungspotenzial bot. Darauf aufbauend wurde ein flexibles Raumkonzept entwickelt, das die Anforderungen moderner Arbeitswelten mit den Prinzipien des Bauens im Bestand verbindet. Durch gezielte architektonische Eingriffe entstand ein zukunftsfähiges Digitales Innovationszentrum, das den Campus funktional, gestalterisch und nachhaltig stärkt.
Der Entwurfsprozess begann mit einer Analyse des städtebaulichen Umfelds sowie des Technologiezentrums Vorpommern-Greifswald. Dabei wurden Standort, Gebäudestruktur, Nutzung, Materialität und Entwicklungspotenziale untersucht und mithilfe einer SWOT-Analyse bewertet.
Auf dieser Grundlage entstanden die drei Entwurfsansätze Überbauen, Aufstocken und Umbauen, die hinsichtlich Nachhaltigkeit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit verglichen wurden. Die Wahl fiel auf den Ansatz „Umbauen“, da dieser den Bestand ressourcenschonend erhält und gleichzeitig eine zukunftsfähige Weiterentwicklung ermöglicht.
bauliche Maßnahmen EG
bauliche Maßnahmen EG
bauliche Maßnahmen 1. OG
bauliche Maßnahmen 1. OG
bauliche Maßnahmen Längsschnitt
bauliche Maßnahmen Längsschnitt
bauliche Maßnahmen Querschnitt
bauliche Maßnahmen Querschnitt
Der Entwurf setzt auf den weitgehenden Erhalt der bestehenden Bausubstanz und greift nur dort in den Bestand ein, wo es für die neue Nutzung erforderlich ist. Durch die Neuordnung der Räume und den gezielten Rückbau nichttragender Wände entstehen flexible, offene Bereiche sowie neue Verbindungen zwischen Bestand und Erweiterung. Ein überarbeiteter Eingangsbereich verbessert zudem die Erschließung und Aufenthaltsqualität.
Die Erweiterung erfolgt als eigenständige Holzkonstruktion mit transparenter Nordfassade und geschlossener Südfassade mit Photovoltaik. Ergänzt wird das Konzept durch ein Gründach mit Oberlichtern, eine integrierte Technikebene sowie flexible Raumtrennungen durch Falttüren. So entsteht ein nachhaltiges und anpassungsfähiges Gebäude, das den Bestand ressourcenschonend weiterentwickelt.
städtebauliche Aufnahme
städtebauliche Aufnahme
Schaltbarkeit
Schaltbarkeit
fest / flexibel
fest / flexibel
Das Nutzungskonzept kombiniert fest angeordnete Funktionsbereiche mit flexibel nutzbaren Flächen. Während Empfang, Café, Sanitär-, Technik- und Lagerräume die funktionale Grundstruktur bilden, ermöglichen offene Hallenflächen unterschiedliche Nutzungen – von Arbeitsplätzen über Workshops bis hin zu Vorträgen und Veranstaltungen.
Großformatige Falttüren schaffen eine variable Raumaufteilung, sodass Bereiche je nach Bedarf getrennt oder miteinander verbunden werden können. Dadurch entsteht ein anpassungsfähiges Raumkonzept, das auf wechselnde Nutzerzahlen und verschiedene Veranstaltungsformate reagiert und langfristig flexibel nutzbar bleibt.
Beispiel Nutzungsszenario
Beispiel Nutzungsszenario

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